100 Wörter zu…
Alcina Barockoper von Georg Friedrich Händel, nächste Vorstellung am 23.02.2012 um 19:30 im großen haus des DNT
Die Liebe wütet unter allen Arten von Menschen und unter allen Bedingungen. Avicenna nennt diese Leidenschaft Ilishi und definiert sie als „eine Krankheit oder melancholisches Ärgernis, als Angst des Geistes, wenn ein Mann fortwährend an nichts anderes denkt als die Schönheit, die Bewegungen und die Manieren seiner Geliebten und sich um nichts anderes grämt“. Jedenfalls ist sie ein Leiden des Gehirns, wie alle andere Melancholie, hervorgerufen durch fehlgeleitete Einbildungskraft. Wenn die Liebe hitzig verläuft oder die Krankheit chronisch wird, werden sowohl Phantasie als auch Vernunft auf Dauer geschädigt, erst die eine, dann die andere.
Die heroische Liebe
Robert Burton (aus: Die Anatomie der Melancholie, 1621)
Was macht eigentlich ein…?
Heute: Kascheur
7 Fragen an Rainer Zöllner, Theaterplastiker und Diplomdesigner, seit 34 Jahren am DNT
1. Was ist der Rohstoff, mit dem Sie am häufigsten zu tun haben?
Dies lässt sich in heutiger Zeit nicht auf nur einen Rohstoff begrenzen. Moderne Dekorationsteile, Skulpturen, Reliefs, Puppen oder auch nur Oberflächengestaltungen werden aus Ton, Gips, Silikon, Styropor, Hart- und Weichschäumen und verschiedenen Vergussmassen hergestellt. Früher hingegen hat man viel mit Papier, Pappe, Nessel, Rupfen und Knochenleim gearbeitet. Es wurden Grundkörper oder Reliefs modelliert und anschließend mit einem Papier-Leimgemisch oder Stoff-Leimgemisch überklebt oder kaschiert. Daher auch der Begriff Kascheur.
2. Woher kommt die Bezeichnung Ihres Berufes?
Der Begriff Kascheur stammt aus der französischen Sprache, von kaschieren, was soviel heißt wie verstecken oder schummeln. So wurde halt damals im Theater schon geschummelt.
Kleine Kostprobe zur Hörspielsoiree “Geliehene Wörter”
In jedem Bücherschrank finden sie sich: geliehene Wörter, in Form von Büchern, die ihr “Besitzer” nicht selbst gekauft sondern geliehen hat. Dort finden sich aber auch Lücken, verursacht von Büchern, die man selbst verliehen hat, obwohl oder gerade weil sie einem viel bedeuteten. In einem Radiofeature erzählen Menschen ihre Geschichten über verliehene und geliehene Bücher, an denen nicht selten Freundschafts-, Liebes- und Leidensgeschichten hängen. Zu Gast an diesem Abend sind der verantwortliche Redakteur Joachim Dicks (NDR), der Regisseur Giuseppe Maio (Preisträger der Akademie der Darstellenden Künste), der Komponist Sebastian Peter und die in Weimar lebende Autorin Mareike Maage, die derzeit am Deutschen Nationaltheater das theaterpädagogische „Hörkunstlabor“ leitet. Im Anschluss an das einstündige Feature steht das Produktionsteam für ein Gespräch zur Verfügung.
“Geliehene Wörter – von Büchern die wandern” am 28. Februar 2012, 20.00 Uhr im foyer III
Ich mag das e-werk, weil…
Der dadaistische Einfluss der Spielstätte “e-werk” auf unseren Schauspieler Johannes Schmidt:
Eines schönen Tages verließ ich meine Penthousewohnung im Reichenviertel
in dem ich residiere um mich auf das Niveau des Pöbelvolkes (Ihr, werter
Leser) herabzulassen. Das Portal meines Hauses wurde von meinen 5 von
meinem Herold herbeigerufenen Mohren mit lautem Getöse geöffnet.
Sie sangen ein Loblied zu meinen Ehren und huldigten mir mit einem
kehligen Urlaut, welches in ihrer Sprache soviel wie Allvater, Mutter-Gott
oder auch sagenhafter Allwissender bedeutete. Ich stolperte mit meinem
Hermelin über die Bommel meiner Schnabelschuhe, da mein Chauffeur meine
Staatskarosserie beschissen geparkt hatte. Vorbei an der Allee welche von
meinen Leibeigenen zu meiner Belustigung angelegt wurden sowie der
überlebensgroßen Statue meiner Selbst, welche mit einem Motor ausgerüstet
sich drehte und so immer gen Sonne sah, bewegte ich mich durch das
Heckenlabyrinth welches in den Vorgarten meines Anwesens platziert war. Zu
meiner Seite befand sich ein Bild von Leonardo Da Vinci mit Mickey-Maus
und Erich Kästner, welches ich selbst gemalt hatte. Poppend. Ich stolperte
und riss mir einen Zacken aus der Krone. Dann kam ich zum E-Werk und fand
das auch garnicht ma so unschlecht.
100 Wörter zu…
Die Nacht singt ihre Lieder von Jon Fosse
VIELLEICHT (Auszug)
denkst du ich denk und lieb nur öffentlich
mein private room ist auch mein public place
daß man mich dafür zahlt macht gar nichts leichter
was ist die Liebe denn für ein Vergnügen
wenn ihr sie anseht und ich habe Furcht
sie würde nicht genügen
auch Beruf kann ich das überhaupt nicht nennen
wenn ich mich kenntlich mach so oft
bis ich mich selbst nicht kann erkennen
oder
hältst du für Zuneigung was ich dir antu oder
für Wahrheit was ich uns beiden zurechtdichte
oder
hälst du mich aus oder
halte ich dich aus oder
wir zwei einander
vielleicht
Thomas Brasch
Wir gratulieren dem Gewinner!
Gewinner Moritz Loos zusammen mit Michael Wächter, dem Darsteller des Merlin aus Merlin oder Das wüste Land im foyer des großen hauses, wo bis zur Premiere am 21.01.2012 sieben der eingesandten Bilder ausgestellt sind.
Gewinner “Das wüste Land”
Die Jury hat entschieden. Am meisten Begeisterung hervorgerufen hat das Bild “Die klagende Stille” von Moritz Loos.
Herzlichen Glückwunsch!
Der Gewinner erhält zwei Premierenkarten für Merlin oder Das wüste Land. Seine Fotografie wird ab heute bis zur Premiere am 21.01.2012 gemeinsam mit sechs weiteren ausgewählten Bildern im foyer des großen hauses des DNTs ausgestellt.
Nochmals vielen Dank an alle Teilnehmer für die schönen, spannenden, kreativen Bilder!
Fotografien “Das wüste Land”
Hier ist es: Das wüste Land. Gefunden und festgehalten in achtzehn Fotografien.
“Seitdem reite ich in dieser trostlosen Öde umher, wo kein Strauch blüht, kein Brunnen fließt, keine Menschenstimme zu hören ist.” (Parzival, Merlin oder Das wüste Land)
“Du willst mein Freund sein? Ich kenne dich, aber du siehst das wüste Land nicht, durch das ich gehe. Deshalb kannst du nicht mit mir gehen.” (Parzival, Merlin oder Das wüste Land)
Jury für Fotografiewettbewerb “Das wüste Land”
Die Spannung steigt! Bis Sonntag könnt ihr noch Fotografien zu “Das wüste Land” einsenden. Dann wird die Jury über das beste Foto abstimmen. Unsere Jury besteht aus einem Darsteller aus Merlin oder Das wüste Land, dem Dramaturgen der Produktion und einem Fotografen. Ab Montag, den 09.01.2012 könnt ihr euch selbst ein Bild machen. Wir stellen eure Fotografien dann hier auf den Blog. Am Dienstag wird die Jury den Sieger auswählen.
Wie gesagt: die Spannung steigt…
“Das wüste Land”
Hier vorab schon mal ein Bild, das im Rahmen unseres Fotografiewettbewerbes “Das wüste Land” eingesandt wurde:
Wer zwei Karten zur Premiere von Merlin oder Das wüste Land gewinnen will, ran an die Kamera! Der Wettbewerb wird verlängert. Bis zum 09.Januar 2012 könnt ihr noch Fotos einschicken.
























